DIN 18035: Anforderungen an den Sportplatzbau

Wer einen Sportplatz bauen, umbauen oder sanieren möchte, muss sich an die Vorgaben der DIN 18035 halten. Folgende 7 Teile sind in der DIN 18035 enthalten:

Teil 1 : Planung und Maße von Sportflächen

Der erste Teil enthält die Begriffsbestimmungen von Sportplatz, Nutzbare Spiel- und Sportfläche, hindernisfreier Raum und Ergänzungsfläche. 

Der Sportplatz

Ein Sportplatz dient als Freianlage für den organisierten Wettkampfsport sowie für Bewegungs- und Freizeitaktivitäten. Er besteht in der Regel aus der nutzbaren Spiel- und Sportfläche mit den regelgerechten Groß- und Kleinspielfeldern aber auch mit Leichtathletikanlagen. Des Weiteren stehen Flächen für regeloffene Übungsformen sowie Ergänzungsflächen zur Verfügung. 

Nutzbare Spiel- und Sportflächen

Die Nutzbare Spiel- und Sportfläche sind alle Flächen, die durch die Ausstattung oder Bauweise für den Wettkampfsport sowie Bewegungs- und Freizeitaktivitäten geeignet sind.

Hindernisfreier Raum

Als hindernisfreien Raum wird der Bereich bezeichnet, der von Aufbauen, z.B. Ballfangzäunen, Beleuchtungsmasten oder anderen Barrieren freizuhalten ist. 

Ergänzungsfläche

Flächen, die nicht unmittelbar genutzt werden, jedoch für die Funktion eines Sportplätzen unverzichtbar sind, werden als Ergänzungsflächen bezeichnet. Solche Flächen können z.B. Verkehrsflächen, Zuschaueranlagen, Gebäudeflächen, Wirtschaftsflächen oder andere nicht sportlich genutzte Flächen sein. 

Teil 2: Bewässerung

Das Ziel dieser Vorschrift ist die dauerhafte Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Sie regelt die Bewässerung von unterschiedlichen Bodenbelägen wie Rasenflächen incl. Kunstrasen und Tennebelägen. Diese Vorschrift beinhaltet alle Informationen zur Wassermenge, Bewässerungsart und deren Durchführung.

Teil 3: Entwässerung

Auch der dritte Teil der DIN 18035 hat das Ziel, die durchgehende Nutzung der Fläche sicherzustellen. Bei der Entwässerung wird zwischen der Oberfläche sowie des Ober- und Unterbaus unterschieden. Vermieden sollen dabei vor Allem die Nutzungseinschränkungen durch überschüssiges Wasser. Mit Hilfe dieser Vorschrift erhält jeder Platz das richtige Entwässerungssystem.

Teil 4: Sportplätze – Rasenflächen

Im allgemeinen bestehen die Rasenflächen aus vier Schichten: Rasendecke, Rasentragschicht, der Dränschicht und dem Baugrund. Die DIN 18035 – 4 enthält dazu je nach Baugrund, Entwässerungsmöglichkeiten oder die Belastung durch den Spielbetrieb verschiedene Konstruktionsbeispiele.

Teil 5: Die Tennenfläche

Ein Tennenplatz wird auch als Ascheplatz bezeichnet. Entsprechend der DIN 18035 besteht die Tennenfläche aus dem Tennenbelag, einer dynamischen Schicht und einer ungebundenen Tragschicht. 

Der Aufbau sowie die technischen Anforderungen und Pflegehinweise werden in diesem Teil der DIN-Norm geregelt. 

Teil 6: Kunststoffflächen

Bei den Kunststoffflächen handelt es sich um eine mehrschichtige, fest eingebaute Konstruktion. Die Kunststoffflächen bestehen aus aus einem Kunststoffbelag, einer Asphaltschicht und einer Tragschicht. 

Der sechste Teil der DIN 18035 gibt dafür unterschiedliche Konstruktionsbeispiele an.

Teil 7: Kunststoffrasensysteme

Auch der Aufbau eines Kunststoffrasensystems besteht aus mehreren Schichten. Darüber hinaus wird der Kunstrasen heutzutage in verschiedenen Bauweisen und mit unterschiedlichen Systemvarianten verlegt. Alle Anforderungen an einen Kunstrasen sind in DIN 18035-7 aufgeführt. 

DIN 18035

Diesen Beitrag mit Ihren Freunden Teilen 🙂

Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on facebook
Facebook
Share on telegram
Telegram